psychologicsms research

Die Österreicher vor der Wahl 2008

Studienprojekt:

Psychologische Emotionsanalyse der Politik in Österreich. Was denkt, fühlt und wünscht der Österreicher von der Politik in Österreich?

 

Generelle Wünsche an eine neue Regierung:

  • Starker Wunsch nach besserer Information über die EU:
    • 70,4 % wollen täglich 5 Minuten ORF-EU-Informationen. Der Österreicher hat den Eindruck, er wisse von der EU nur Unwichtiges und Negatives. Er denkt an Gurkenkrümmungsverordnung, Konfitüre statt Marmelade, Bananenverordnung und wie viel Geld in Brüssel verpraßt wird (Beamtengehälter bei der EU) Auf der anderen Seite liest er, dass Österreich enorm von der EU profitiert! Er fühlt sich von der Politik „verschaukelt“, tappt im EU-Dunklen und hat keine Ahnung, was im Vertrag von Lissabon eigentlich drinsteht. Er möchte selbst mitreden können.

  • NUR für Österreich arbeiten
    • Regierungsmitglieder dürfen NUR für Österreich arbeiten und nicht mehr für ihre Parteiinteressen. 84% Zustimmung ! (57% absolute Zustimmung, 27% teilweise Zustimmung)Man hat den Eindruck, dass die Streitereien in der Regierung und der Stillstand dadurch zustande kommen, dass die Parteien ständig Erfolge für ihre Partei erzielen wollen. Man gönnt den anderen keine Erfolge und zeigt sich daher möglichst unkooperativ - zum Schaden der Österreicher und zum Schaden der Republik. Wie in einem großen Unternehmen muß die erste Priorität für jedes Regierungsmitglied darin bestehen, dass es für Österreich arbeitet - ohne Rücksichtnahme auf die eigene Partei

  • 50% der Österreicher wollen wissen, wen sie mitwählen
    • 40% der Österreicher halten Absage an bestimmte Koalitionen ("nicht mit der ...") vor der Wahl für demokratisch hochbedenklich!
      Bei Frauen und älteren Menschen dominiert dabei eher der Wunsch nach Sicherheit: sie möchten wissen, wn sie mit seiner Wählerstimme "mitheiraten" ("gibt's da noch eine böse Schwiegermutter"?).
    • Gegeneinen Ausschluss bestimmter Parteien argumentiert man zumeist mit dem Akzeptieren der demokratische Entscheidung anderer Wähler. Damit erlebt man sich selbst als toleranten Österreicher, der Andersgesinnte nicht ausschließt

  • Effiziente Politiker
    • Unfähige Regierungsmitglieder gehören sofort ausgetauscht, bevor ein noch größerer Schaden für die Republik entsteht. Wenn es bei wichtigen Aufgaben (Teuerung, Krankenkassen, Pflege etc.) zu keinem Konsens kommt, sollten die dafür zuständigen Personen sofort ausgetauscht werden ! Politiker, die unfähig zur Konsensbildung sind, gehören nicht in die Regierungsmannschaft. Niemand ist an Streit interressiert, sondern man möchte intelligente und zukunftsorientierte Lösungen für die anstehenden Probleme.

  • "Politikmanager" sind wichtiger als Parteien
    • Für den Österreicher hat eine kompetente, konstruktive und effiziente Regierungsmannschaft die höchste Priorität. Es ist nicht so wichtig, ob ein Regierungsmitglied einer bestimmten Partei oder gar keiner Partei angehört. Hauptsache ist, dass er seine Aufgabe im "Unternehmen" Österreich auch merkbar zum Wohle der Menschen erfüllt - ohne Streitereien, ohne Streiks zu provozieren, und vor ohne, so wie derzeit, ein Kasperltheater zu bieten, in dem der Kasperl das Krokodil haut und das Krokodil zurückbeißt.

  • Die emotionale Distanz zur österreichischen Bundesregierung war noch nie so groß wie heute!
    • Schon zu Beginn der Legislaturperiode war man skeptisch, ob diese Koalition funktionieren würde. Es fehlte schon damals die echte Überzeugung, dass diese Koalition die anstehend Probleme lösen würde - natürlich hoffte man darauf. Aber die Realität übertraf diese Beziehungen bei weitem. Ständige Streitereien, ÖVP gegen SPÖ und keine Lösungen.
    • Am nächsten stand man der schwarz-blauen Regierung; man attestiert ihr rückblickend durchaus zufriedenstellende Effizienz.


    Stufe 1: Psychologic group research
    + Continous Consumer Watching
    :

    • Teilnehmer: Frauen und Männer im Alter von 22 – 69 Jahren,
      • Breite Streuung der Sympathie für Parteien:
      • Breite Soziale Streuung

    • Dauer : 1 Halbtag:
    • Methodik: Diskussion + (tiefen-)psychologische Verfahren, Assoziative Verfahren, Rollenspiele, Zeichnungen
    • Laufendes Continous Consumer Watching (tägliches emotionales Meinungsfeedback von insgesamt 60 Wählern aus ganz Österreich)

      Stufe 2: sms research

      • 500 Nettointerviews, repräsentativ für ganz Österreich
      • Quantitative Überprüfung besonders relevanter Inhalte
      • Unterschiede zwischen einzelnen Zielgruppen und demografischen Gruppen
      • Durchführung ab 21.Juli 2008
Weitere Informationen:
Die Ängste der Österreicher vor der Wahl 2008
Die Spitzenpolitiker in der "Familie Österreich"
Psychologic Group Research

Weitere Fragen an:

Dr. Susanne Hackl-Grümm: 02244 30 996, s.gruemm@psychotech.at

Dkfm Reinhard Burian: 0676 408 61 55, info@marketingdata.at , www.sms-research.at